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Deutscher Wirtschaftsbrief
Unser Service: Auszüge aus dem Deutschen Wirtschaftsbrief Nr. 35 vom 03.09.2010
Der Deutsche Wirtschaftsbrief ist einer der größten persönlichen Informationsdienste für Unternehmer, Selbständige und Anleger. Hier finden Sie aktuelle Informationen über die neuesten Entwicklungen in Politik und Wirtschaft knapp und auf den Punkt gebracht. Besuchen Sie auch die Website www.wirtschaft.gevestor.de
Winken Sie als informierte Anleger ab, wenn Ihnen die Bank Zertifikate auf Fonds anbietet
Hin und wieder gelingt es Fonds, überdurchschnittliche Ergebnisse zu erzielen. So der Carmignac Patrimoine. Dieser französische Mischfonds hat in den zurückliegenden beiden Jahren sehr hohe Renditen erwirtschaftet. 2010 liegt er mit + 4 % eher im Mittelfeld. Was auch an seinem hohen Fondsvolumen von 20 Mrd. € liegt. Dennoch legen Banken Zertifikate auf, die sich an die Wertentwicklung dieses Fonds anhängen sollen.
- Zertifikaten gelingt es jedoch allenfalls, einen Teil der Wertentwicklung von Fonds mitzunehmen. Vergleichbare Produkte dieser Art haben Anleger meist enttäuscht. Profiteure sind hier die Banken. Zudem: Wer unmittelbar in Fonds investiert, erwirbt dabei gesetzlich geschütztes Sondervermögen. Wird dagegen in Zertifikate investiert, trägt der Anleger das volle Emittentenrisiko.
Pessimistische Konjunkturprognosen können die Aktienmärkte jederzeit wieder belasten
Gute Zahlen aus China und den USA haben zur Wochenmitte zu einem kleinen Kursfeuerwerk geführt. Nach den jüngsten Kursrückgängen war die Zeit für eine markttechnische Gegenbewegung reif. Aber Achtung: Es wäre überraschend, wenn Dax oder Dow Jones bereits jetzt neue Jahreshöchststände erreichen.
Konjunktursorgen schlagen auf den Rohölpreis durch und haben die Aktienkurse der Ölkonzerne gedrückt. Der Rohölverbrauch in den USA ist gering, was die Lagerbestände erhöht. Das wird auf Dauer nicht so bleiben. Schon gar nicht, wenn die US-Konjunktur 2011 wieder besser laufen sollte, als es derzeit den Anschein hat. Deshalb könnte jetzt ein guter Zeitpunkt sein, langfristig in den Öl- und Gassektor einzusteigen.
- Hier bleibt Statoilhydro mein Favorit. Die Norweger sind auf zig Jahre hinaus reserve- und ertragsstark. Kein anderes Unternehmen fördert so viel Öl und Gas aus der Tiefsee wie Statoil und das seit gut 40 Jahren. Der Konzern dürfte kommende strenge Sicherheitsauflagen besser umsetzen können als viele Wettbewerber. Die Tiefseeförderung selbst wird trotz des Desasters von BP im Golf von Mexiko alternativlos bleiben. Dabei kommt das Know-how von Statoilhydro zum Tragen. Die aktuelle Schwäche spricht für den Einstieg. Kurs: 15,22 €. Die Dividendenrendite beträgt 5,40 %. ISIN: NO0010096985.
Ihr Dr. Erhard Liemen, Chefredakteur
